"Eine schöne Frau, die ihr Cello selbst baut, dann so ausdrucksvoll drauf spielt und auch noch eigene Musik! Wo gibts denn sowas?!"   Frank R.

 

Das Cello unter dem Arm gefasst und die roten Haare in die Luft geworfen, überquert sie den Zebrastreifen der Berliner Friedrichstraße: Das Coverbild von Stefanie Johns Debutalbum "Cello crossing!" erinnert eher an die Beatles als an eine klassisch ausgebildete Musikerin. Auf ihrer in Eigenregie erstellten CD vereint die Cellistin eine überraschende Auswahl: Eigene Kompositionen, Metalband-Ouverture, Singer-Songwriter-Melancholie, Filmmusik, Klavier-Pop und meditative Improvisation. Mal spielt sie solistisch, mal begleitend auf ihrem selbst gebauten 5-Saiter oder ihrer Campanula, einem Cello mit 16 Resonanzsaiten.

 

"Wenn Stefanie John den Bogen über ihr Violoncello streicht öffnet sich eine vielschichtige Klangwelt - melancholisch, dunkel und voller Wärme."  MAZ

 

Ihre Freude an der Vielfalt der Musik ist deutlich spürbar. Zu ihren Konzertreihen "Cello crossing!" und "Charisma Concert" lädt sie verschiedene musikalische Gäste ein und verbindet die Beiträge spielend zu einem stimmigen Gesamtkunstwerk. Es entstehen Konzerterlebnisse, die abwechslungsreich sind und neue Erfahrungen bringen. Musiker und Komponisten schätzen Stefanies Einfühlungsvermögen; ihr schöner Ton verleiht den Produktionen Eleganz und emotionale Kraft. Doch so selbstverständlich ihr Cellistinnen-Leben für sie heute ist, so unvorstellbar war es vor ein paar Jahren: "Am Ende meines Studium war ich kurz davor, das Cello aus der Hand zu legen! Dabei war Musik von Anfang an präsent in meinem Leben." 

 

Umgeben von Tänzern, Musikern und Pädagogen wächst Stefanie John in Berlin auf. Nach dem obligatorischen Blockflöten-Unterricht entscheidet sie sich für das Cello und lernt bei der temperamentvollen und wirbelstürmischen Gisela Spyra. Mit 17 fasst sie den Entschluß eine professionelle Laufbahn einzuschlagen und nimmt zusätzlich Unterricht bei dem Hochschul-Professor Peter Vogler, um die anspruchsvolle Aufnahmeprüfung an den Musikhochschulen zu bestehen. Von einer der renommiertesten, der "Hanns Eisler" in Berlin bekommt sie eine Zusage. Im Studium zur Orchestermusikerin liegt nun der Fokus auf technischer Perfektion - die genaue Ausführung der vorgeschriebenen klassischen Stücke wird streng beurteilt. Bei den Vorspielen und Prüfungen geht es eher um das Fehlerhören als um das kreative Interpretieren und Nachempfinden von Musik. Die Studentin fühlt sich mehr und mehr eingeengt und spielt wie erstarrt vor Anspannung und Konzentration. "Im Studium zum Orchestermusiker kommen das Eigene und das emotional Authentische oft zu kurz. Es dauerte ein Weile, mir den Spaß am Spielen und den Mut zu eigener Kreativität zurück zu erobern."

Nach dem erfolgreichen Abschluß des Studiums entscheidet sich Stefanie daher, freiberuflich als Cellistin und Instrumentalpädagogin zu arbeiten. Sie schafft es, aus dem Leistungsdenken der klassischen Musikwelt auszubrechen und ihren eigenen Weg zu finden.

Stefanie spielt spontan bei Berliner Sessions mit und lernt Musiker anderer Genre kennen, erweitert in Weltmusik-, Tango-, Pop- und Jazz-Workshops ihren musikalischen Horizont. Sie gründet zwei Duos, feilt an ausdrucksstarken Arrangements und verspürt dabei oft den Wunsch, für die Bassfunktionen ein Cello mit einer noch tieferen Saite zu haben. 2006 verwirklicht sie diese Idee in Helmut Blefferts Geigenbau-Werkstatt und baut sich mutig ihren eigenen 5-Saiter. Dort entdeckt und probiert sie auch zum ersten Mal die Campanula, ein von Helmut Bleffert entwickeltes Cello mit 16 zusätzlichen Resonanzsaiten. Inspiriert von der besonderen Klangfülle dieses Instrumentes genießt sie es, frei zu improvisieren. Diese Gänsehaut-Momente möchte sie mit ihrem Publikum teilen.

 

"Großartig...! Stefanie spielt voller Anmut und emotionaler Wahrhaftigkeit." Sabine P.

 

2014 erfüllt sie sich einen Traum und veröffentlicht ihr Debütalbum "Cello crossing!" Das Release-Konzert gestaltet sie im Französischen Dom mit vielen Gastmusikern und begeistert Zuhörer von jung bis alt. 2016 setzt sie einen weiteren Meilenstein: Zum Reisevortrag des Fotographen Kai-Uwe Küchler komponiert und produziert sie die Musik "Cornwall Tunes".

Aktuell ist Stefanie John viel unterwegs: Auf Tour mit Klavierflüsterer Martin Herzberg, mit dem O.Ton Projekt des Obertonsängers Daniel Pircher, mit Beatrix Beckers Tangoprogramm und mit dem Berlin Show Orchestra große Galas rockend. Außerdem sammelt sie bereits Ideen und Inspirationen für ihr zweites „Cello crossing!“ Album, welches 2018 erscheinen soll. Wenn Sie also das nächste Mal eine rothaarige Frau mit einem großem Cellokasten den Zebrastreifen überqueren sehen, dann hupen Sie - so musikalisch Sie können!

 

 

Im Gespräch mit Saskia Rienth

Berlin 10/2017

 

Zitate:

- Frank R. über das Album "Cello crossing!"

- Heidrun Voigt MAZ 2016

- Sabine P., Konzertbesucherin


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